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14.02.2019

Die Hürden für ein Volksbegehren sind in Bayern recht hoch: Zuerst müssen die Initiant*innen 25'000 Unterschriften sammeln. Nach deren Beglaubigung müssen sich 10 % der stimmberechtigten Bevölkerung - das sind in Bayern knapp eine Million Bürger*innen - in den lokalen Rathäusern eintragen, damit ein Volksbegehren zustande kommt.

Die Sorge um das Insektensterben und die Abnahme der Biodiversität hat es möglich gemacht: Am Volksbegehren für mehr Artenvielfalt in Bayern haben sich so viele Wahlberechtigte beteiligt wie noch nie: 1.74 Millionen Unterschriften für ein besseres Naturschutzgesetz kamen zustande, das sind 18,4 Prozent der Wahlberechtigten. Der Weg für einen Volksentscheid ist damit frei.

Laut der ZEIT ONLINE sind die Ziele des Begehrens "Rettet die Bienen" weniger Pestizide, mehr Blühwiesen, mehr öko und bio, mehr Biotopverbünde sowie eine nachhaltigere Ausbildung der Landwirte, um so Bienen und andere bedrohte Tierarten wie Feldhamster, Grashüpfer oder Frösche zu retten. Das Volksbegehren zielt auf Änderungen im bayerischen Naturschutzgesetz. Kritiker wie der Bauernverband warnen aber etwa vor den geforderten höheren Mindestflächen für den ökologischen Anbau.

Zum Volksbegehren "Rettet die Bienen"

Artikel in ZEIT ONLINE, 14. Feb. 2019

05.02.2019

 

 

Wir suchen: Praktikantin / Praktikanten, 100 % im Projekt StadtWildTiere im Raum Luzern, St.Gallen, Zürich, Aargau

Ihre Aufgaben
  • Mitarbeit in Citizen Science-Projekten in Luzern, St.Gallen und Zürich im Rahmen der Meldeplattform StadtWildTiere.ch
  • Organisation und Koordination der Zusammenarbeit mit Freiwilligen, Schulklassen und Lehrpersonen
  • Mithilfe bei verschiedenen Projekten in den Bereichen Wildtiermanagement, Naturschutz, Stadtökologie und Kommunikation
  • Diverse Feldarbeiten im Siedlungsgebiet sowie in Feld und Wald
  • Unterstützung im Büro, Management, Datenerfassung, Datenaufbereitung

 

Start: 2. Mai 2019 oder nach Vereinbarung

 

Bewerbungen bis am 28. Februar 2019 gemäss Ausschreibung.

 

Weitere Infos in der Ausschreibung.

24.01.2019


© tontantravel / wikimedia

Seit einigen Jahren wird der Goldschakal, der kleine Verwandte des Wolfs, zunehmend auch in Mitteleuropa beobachtet. Die vielen neuen Nachweise bestätigen, dass er sein Areal stetig erweitert. Zum Beispiel im Westen bis hin nach Frankreich (2017) und im Norden Europas bis nach Estland und die Niederlande.

 

Goldschakalprojekt an der Universität für Bodenkunde BOKU in Wien

Artikel im TagesAnzeiger vom 24.1.2019

Artikel in Wild und Hund, 6/2018

 

 

17.01.2019

Ein Beitrag in den Abendnachrichtem des Westschweizer Fernsehens berichtet über die Dachse im Siedlungsraum. Anlass war die Publikation zum Thema, welche im Dezember 2018 erschienen ist, u.a. auf Basis der Daten der Meldeplattformen StadtWildTiere und Wilde Nachbarn.

 

12.01.2019


© Chur Tourismus

Eine eindrückliche Videosequenz zweigt ein grossen Hirschrudel, welches in der Stadt Chur eine Strasse überquert, während Stadtpolizei und Wildhut im Hintergrund für Sicherheit sorgen.

Chur Tourismus, Facebook, 11. Januar 2019

16.12.2018

15. Dezember 2018 - Wien im Schnee und ein Feldhase mittendrinn... ob sich in Zukunft auch in der Schweiz die Feldhasen bis mitten in die Stadt vorwagen werden? Heute wäre das noch undenkbar. - Weitere spannende Bilder zu sehen auf den Meldeplattformen von StadtWildTiere und Wilde Nachbarn Deutschland, Österreich und der Schweiz.

13.12.2018

Ende Mai 2015 startete das Projekt StadtWildTiere in Wien mit dem Aufruf Fuchsbeobachtungen zu melden. Viele Menschen beteiligten sich und schon bald wurde klar: Füchse gibt es in Wien fast überall. Wir bedanken uns bei allen Melderinnen und Meldern, die uns so tatkräftig unterstützt haben - ohne Sie wäre dieses Projekt nicht möglich!

Über 1100 Fuchsbeobachtungen aus der Wiener Bevölkerung analysierte ein Forschungsteam rund um die Wildtierökologin Theresa Walter im Rahmen des Citizen Science Projektes StadtWildTiere (www.stadtwildtiere.at). Gemeinsam konnten darin Forscher der Vetmeduni Wien und der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) zeigen, dass Füchse bestimmte Grätzel und Umgebungen bevorzugen. Es stellte sich auch heraus, dass die Meldung von Fuchsbeobachtungen mit dem Ausbildungsgrad der Bevölkerung zusammenhing. Diese Studie wurde nun im Journal "BMC Ecology" veröffentlicht.

Städte bestehen für Wildtiere aus einem Mosaik von Landnutzungsklassen wie etwa Parks , Gärten und Straßen, die sich oftmals hinsichtlich ihres Anteils an Grünflächen aber auch hinsichtlich ihrer Nutzung durch Menschen stark unterscheiden. Die Analyse der Beobachtungen zeigte: in Gärten, Gebieten mit geringer Bebauungsdichte, Parks oder auf Plätzen waren die Wahrscheinlichkeiten für die Begegnung mit Füchsen wesentlich höher als in landwirtschaftlichen Gebieten, Industriegebieten oder Wäldern.

Da für Beobachtungen immer das Aufeinandertreffen von Wildtier und Mensch notwendig ist, wollten die Forschenden auch die menschliche Seite der Beobachtungen unter die Lupe nehmen. Im Rahmen der Analyse von soziodemographische Kennzahlen der Wiener Bevölkerung zeigte sich, dass unter anderem der Ausbildungsgrad der Bevölkerung einen Einfluss auf die Meldung von Fuchsbeobachtungen hatte. Umso mehr Menschen mit höherer Ausbildung in einem Bezirk lebten, umso mehr Fuchsbeobachtungen wurden gemeldet. Dieses Ergebnis ist für viele Citizen Science Projekte relevant, vor allem wenn Forschende verstehen wollen, wie Beobachtungsdaten entstehen und welchen räumlichen Einfluss soziodemographische Faktoren auf die Verteilung der analysierten Meldungen haben.

Die Originalpublikation kann hier nachgelesen werden: https://bmcecol.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12898-018-0207-7

 

12.12.2018

© Gregor Schaad / wildenachbarn.ch

Im Gegensatz zu Füchsen, deren Populationen seit zwei Jahrzehnten stark zugenommen haben und die bis in die urbanen Zentren vorgedrungen sind, war dieses Verhalten bei Dachsen weniger bekannt. Die bisherige Meinung war, dass Dachse in ländlichen Gebieten und im Wald leben und höchstens am Stadtrand vorkommen. Eine von der Forschungsgemeinschaft SWILD im Projekt StadtWildTiere durchgeführte und kürzlich in der Fachzeitschrift Hystrix publizierte Studie zeichnet jedoch ein anderes Bild.

Die Studie basiert auf verschiedenen Datensätzen. Aufgrund offizieller Jagdstatistiken konnte aufgezeigt werden, dass sich die Anzahl der Dachse in der Schweiz und der Stadt Zürich in den letzten 20 Jahren verdoppelt hat. Diese Zunahme erfolgte bislang zwar langsamer als bei den Füchsen, jedoch stetig. Daten von wissenschaftlichen Projekten mit Fotofallen machen ausserdem deutlich, dass in den Städten Zürich und St.Gallen in den letzten Jahren mehr als dreimal so viele Dachse von Wildtierkameras fotografiert wurden, als noch in den letzten beiden Jahrzehnten. Mithilfe von Wildtier-Beobachtungen, die unter anderem durch das Citizen Science Projekt StadtWildTiere gesammelt wurden, konnte zudem gezeigt werden, dass in den letzten 10 Jahren Dachse vermehrt auch in den Zentrumsgebieten der Stadt Zürich beobachtet wurden. Beobachtungen aus den 1990er Jahren waren dagegen auf die waldnahen Stadtrandgebiete beschränkt.

Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass städtische Dachse nicht einfach nur Überlebende einer vormals ländlicheren Landschaft sind, sondern dass Dachse sich – ähnlich wie Füchse – zunehmend im Siedlungsgebiet etablieren. Es wird interessant sein zu untersuchen, ob diese neue Entwicklung bei den Dachsen nicht nur auf die Schweiz beschränkt ist, sondern auch in anderen Regionen Europas stattfindet, wie dies bei den Stadtfuchspopulationen der Fall ist.

28.11.2018

 

Wie die Vogelwarte Sempach berichtet, waren über 2000 freiwillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vier Jahre lang unterwegs, um die Vogelvorkommen der Schweiz und Liechtenstein zu erfassen. Dieses Engagement resultiert in einer einzigartigen Übersicht über die Verbreitung und die aktuelle Situation unserer Brutvögel.

Link zur Vogelwarte Sempach

13.11.2018

Mit der Waschbärsichtung im Zürcher Seefeld vom 11. Nov. erreichte uns die erste gesicherte Meldung eines Waschbärs mit Bildnachweis für die Stadt Zürich. Waschbären stammen ursprünglich aus Nordamerika. Sie wurden in Europa in Pelzfarmen gehalten. Entwichene Tiere haben sich dann rasch ausgebreitet. V.a. aus Kassel aber auch aus anderen deutschen Städten, z.B. aus Berlin sind größere städtische Waschbärenpopulationen bekannt.

Link zum Zeitungsartikel