News

28.05.2020

Die Ausbreitung der Biber Richtung Sihl kann bestens anhand der Beobachtungsmeldungen auf StadtWildTiere nachverfolgt werden. 

Am 22. Mai meldete ein aufmerksamer Stadtnaturbeobachter einen Biber vom Hafen Enge, den er zwischen 12 und 12.59 Uhr beobachtet hat. Er schreibt dazu: "Biber schwamm gelassen in ca. 2m Distanz vom Ufer in Richtung Seepolizei. Konnten ihn ca. 50 m begleiten."

Am gleichen Tag, zwischen 19 und 19.59 Uhr beobachtete ein anderer Stadtnaturbeobachter einen Biber bei der H√∂chlerbr√ľcke an der Sihl in Leimbach. Der Beobachter schreibt dazu: "Sehr sch√∂nes grosses Tier, gut zu beobachten von der H√∂cklerbr√ľcke aus in der D√§mmerung. Pendelt arbeitssam zwischen verschiedenen Uferb√∂schungen und Ausstiegen in die Wiese."

Ob es sich wohl um denselben Biber handelt? Oder sind es zwei verschiedene Biber, vermutlich j√ľngere Tiere, die von der Limmat wegwandern mussten, da die Reviere dort besetzt sind?¬†

Kurzfilm auf Youtube √ľber die Biber in Z√ľrich Leutschenbach

Rehe auf dem Friedhof Hörnli, Bild David Riedener / wildenachbarn.ch
19.05.2020

Die Rehe auf dem Basler Friedhof H√∂rnli, am Waldrand im Osten der Stadt gelegen, wurden auch schon auf Wilde Nachbarn zusammen mit Bildern gemeldet. W√§hrend die Stadtg√§rtnerei Basel die Tiere dezimieren m√∂chte, wehren sich Tiersch√ľtzer/innen gegen den Abschuss der Tiere und haben eine Petition lanciert, die bereits 15'000 Personen unterschrieben haben.

Eine L√∂sung f√ľr die Probleme ist nicht leicht zu finden. Den Friedhof einzuz√§umen ist kaum m√∂glich, da Rehe auch hohe Z√§une √ľberspringen k√∂nnen. Vergr√§mungsaktionen seien zu wenig erfolgreich gewesen.¬†Die Tiersch√ľtzer/innen wollen die Rehe umsiedeln, was allerdings ebenfalls nicht ohne weiteres m√∂glich, und auch aus Tierschutzsicht nicht unbedenklich ist.¬†

Beitrag auf SRF, Sendung "Schweiz aktuell" vom 12. Mai 2020

14.05.2020

Zuchtbetriebe f√ľr Pelztiere wie die Nerzfarmen in Holland halten Expertinnen und Experten f√ľr Risikofaktoren f√ľr die Ausbreitung von Krankheiten. Es leben so viele Tiere auf engem Raum zusammen, wie das nat√ľrlicherweise nie vorkommen w√ľrde. Eine Ansteckung zwischen Tier und Mensch ist durchaus m√∂glich, wenn diese √ľber l√§ngere Zeit in Kontakt stehen.

Bei einigen Corona-Viren so auch beim¬†neuen Corona-Virus Sars-CoV-2 ist davon auszugehen, dass sie zuerst von Wildtieren auf den Menschen √ľbergesprungen sind und dann von Mensch zu Mensch weiter gegeben wurden. Die √úbertragung von Corona-Virus Sars-CoV-2 aufgrund eines¬†unnat√ľrlich nahen und tier- und natursch√ľtzerisch h√∂chst bedenklichen Kontakts zwischen Menschen und Tieren fand mit grosser Wahrschenlichkeit auf einem Wildtiermarkt¬†in der Chinesischen Stadt Wuhan statt.¬†

Ein Grund mehr, keinen Echtpelz zu tragen.

© Christine Moor / stadtwildtiere.ch
26.04.2020

Kolkraben sind die gro√üen Verwandten der Rabenkr√§hen, die bei uns h√§ufiger sind und jedes Kind kennt. Beide V√∂gel geh√∂ren trotz ihres kr√§chzenden Rufs zu den Singv√∂geln, deren gr√∂sster Vertreter der Kolkrabe ist. Die stattlichen schwarzen V√∂gel mit dem kr√§ftigen Schnabel br√ľten seit den 1980er-Jahren allj√§hrlich am Bundeshaus. Nach der gro√üen Bundeshausrenovierung war das Kolkrabennest f√ľr einige Jahre nicht mehr besetzt, nun sind die V√∂gel wieder zur√ľck, wie die Bilder einer Stadtnaturbeobachterin eindr√ľcklich zeigen - zu sehen in der Galerie von stadtwildtiere.ch.

Dieser Goldschakal wurde im Kanton Tessin fotografiert (Cantone Ticino).
21.04.2020

Der Goldschakal (Canis aureus) ist im Tessin angekommen. Die Sichtung wurde in Onsernonetal-Centovalli durch den √∂rtlichen Wildh√ľter der Jagd- und Fischereiverwaltung des Kantons Tessin best√§tigt, wie die Stiftung KORA (Koordinierte Raubtierprojekte) am 21. April 2020 bekannt gab. Der Goldschakal, ein mittelgro√ües Raubtier von etwa 15 kg, ist ein Vertreter¬†der Familie der Caniden, das sich in Europa auf nat√ľrliche Weise ausbreitet.

Urspr√ľnglich lebte die Art in Arabien, Indien¬†bis in die T√ľrkei. Der Klimawandel hat die Ausbreitung dieser Art nach Westen erm√∂glicht. In der Schweiz wurde 2011 der erste Nachweis¬†in den Nordwest-Alpen gemacht. Im Jahr 2019 wurden Goldschakale¬†in den Kantonen Graub√ľnden, Freiburg und Genf beobachtet.¬†Dabei handelte es sich immer um Einzeltiere.¬†

KORA, Koordinierte Raubtierprojekte der Schweiz

 

01.04.2020

Das Label f√ľr nachhaltiges Stadtgr√ľn - GR√úNSTADT SCHWEIZ¬†- stellt sich in einem kurzen Video-Beitrag vor. Anhang des Beispiels der Stadt Luzern, die seit 2017 f√ľr das Label Gr√ľnStadt Schweiz zertifiziert ist, wird gezeigt, wie St√§dte und Gemeinden das Stadtgr√ľn f√∂rdern und sich f√ľr die Gestaltung und Pflege ihres Gr√ľns im Sinn von Biodiversit√§tsf√∂rderung und einem angenehmen Stadtklima einsetzen k√∂nnen.

Videobeitrag auf Youtube zu GR√úNSTADT SCHWEIZ

GR√úNSTADT SCHWEIZ

Stadt Luzern und das Label GR√úNSTADT SCHWEIZ

30.03.2020

Im Rahmen des Leibniz-Podcasts "Tonspur Wissen" zur Covid-19-Pandemie erkl√§rt der Leibniz-IZW-Direktor Heribert Hofer, ob Tiere Covid-19 bekommen oder √ľbertragen k√∂nnen oder nicht (Folge 7).

Hier können Sie sich die Folge anhören.

Markierung von Baumh√∂hlen-B√§umen im Z√ľrcher Stadtwald
28.03.2020

Wegen der Corona-Krise sind die jährlichen Schwerpunktprogramme, Aktionen und Veranstaltungen bis Ende April abgesagt oder verschoben worden. Die Termine im Mai bleiben vorläufig bestehen, wir informieren, sobald hier definitive Entscheide gefallen sind.

Demn√§chst starten wir unseren Blog "Natur zu Hause" mit Tipps f√ľr Beobachtungen, zum G√§rtnern auf dem Balkon und in der Blumenkiste und vielem mehr.

StadtWildTiere Z√ľrich: Kartierung von Baumh√∂hlen-B√§umen im Z√ľrcher StadtWald

Am 7. M√§rz konnten wir in Z√ľrich, gerade noch vor dem Lockdown wegen der Corona-Krise, die Weiterbildung f√ľr die StadtNaturBeobachter/innen durchf√ľhren. Seither kartieren wir, corona-bedingt etwas reduziert, mit Unterst√ľtzung von Freiwilligen B√§ume mit Baumh√∂hlen auf Stichprobenfl√§chen in Z√ľrcher Stadtw√§ldern. Selbstverst√§ndlich werden die Hygienevorschriften eingehalten. Die Aktion ist mit Gr√ľn Stadt Z√ľrich abgesprochen, das Amt stellt uns zudem die Farbe f√ľr die Markierungen zur Verf√ľgung.¬†

 

 

22.03.2020

Die Bev√∂lkerung der St√§dte, Agglomerationen und D√∂rfer hat sich in die Wohnungen zur√ľckgezogen, die Touristen sind abgereist, der Flugverkehr kommt zum Erliegen, der Strassenverkehr nimmt drastisch ab. Da und dort scheinen Wildtiere und ihre Lebensr√§ume auf die ver√§nderte Situation zu reagieren. In Venedig z.B. ist das Wasser der Kan√§le so klar wie seit vielen Jahrzehnten nicht mehr. Sogar Fische sind im Wasser zu sehen. Am Hafen von Cagliari wird ein Delfin beobachtet - das Video geht viral. Vielen St√§dterinnen und St√§dtern f√§llt die Ruhe auf, die pl√∂tzlich herrscht, auf einmal nehmen wir den¬†Fr√ľhlingsgesang einer Amsel wahr, wie ein NZZ-Journalist schreibt.¬†

Wildtieren waren aber vor Corona-Zeiten in unseren Siedlungsräumen schon da, sie wurden nur kaum beachtet, vielleicht, weil das Wasser zu schmutzig oder der Lärm zu laut war oder weil sie in der Hektik des Alltags nicht bemerkt wurden. 

Artikel im "The Guardian" vom 22. März 2020: Emboldened wild animals venture into locked-down cities worldwide

Artikel in der NZZ vom 21. M√§rz 2020:¬†Stadttiere: Jetzt singt die Amsel ‚Äď nicht erst recht, sondern sowieso

 

21.03.2020

Viren sind keine Tiere und z√§hlen auch nicht zu den Lebewesen. Es sind organische Strukturen, die durch √úbertragung z.B. von K√∂rperfl√ľssigkeit verbreitet werden. Sie bestehen aus einer H√ľlle¬†aus Fetten und Proteinen und einem Kern mit Erbinformation (RNA oder DNA).

F√ľr das Waschen der H√§nde eignet sich Seife und Wasser besonders gut: Die Seife l√∂st die Fettschicht der Virenh√ľlle auf, die Viren werden damit zerst√∂rt und mit Wasser weggewaschen. Seife und Wasser sind¬†f√ľr die Hygiene genauso gut wie Desinfektionsmittel. Allerdings dauert es einen Moment, bis sich die Virenh√ľllen aufl√∂sen, weshalb empfohlen wird, die H√§nde 20 bis 30 Sekunden mit Wasser und Seife zu waschen.¬†

Kurzfilm (in Englisch) zum Waschen von Händen mit Wasser und Seife.

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