News

21.03.2020

Viren sind keine Tiere und zählen auch nicht zu den Lebewesen. Es sind organische Strukturen, die durch Übertragung z.B. von Körperflüssigkeit verbreitet werden. Sie bestehen aus einer Hülle aus Fetten und Proteinen und einem Kern mit Erbinformation (RNA oder DNA).

Für das Waschen der Hände eignet sich Seife und Wasser besonders gut: Die Seife löst die Fettschicht der Virenhülle auf, die Viren werden damit zerstört und mit Wasser weggewaschen. Seife und Wasser sind für die Hygiene genauso gut wie Desinfektionsmittel. Allerdings dauert es einen Moment, bis sich die Virenhüllen auflösen, weshalb empfohlen wird, die Hände 20 bis 30 Sekunden mit Wasser und Seife zu waschen. 

Kurzfilm (in Englisch) zum Waschen von Händen mit Wasser und Seife.

10.03.2020

Copyright: Jon Juarez

Für Wildtiere können Städte sowohl neue Chancen als auch Bedrohungen darstellen. Manche Arten kommen in diesem neuartigen Lebensraum besser zurecht als andere. Ob die Nutzung oder Nichtnutzung solcher neuartiger Lebensräume auch innerhalb einer Art unterschiedlich ausfällt, erkundeten Forscherinnen und Forscher des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) und des Luxemburgischen Nationalmuseums für Naturgeschichte (NMNH). Sie analysierten das genetische Material von Rotfüchsen (Vulpes vulpes), die in Berlin und seiner Umgebung leben. Sie identifizierten „städtische“ und „ländliche“ Fuchspopulationen und zeigten, dass physische Barrieren wie Flüsse oder Bauwerke den Austausch zwischen diesen Populationen behindern, aber auch Unterschiede in der menschlichen Aktivität in diesen Landschaften eine große Rolle spielen. Stadtfüchse sind weniger empfindlich gegenüber menschlicher Aktivität, wenngleich auch sie den Abstand zum Menschen halten und sich daher bevorzugt entlang großer Bahn- und Straßentrassen bewegen. Die Studie wurde in der wissenschaftlichen Zeitschrift "Molecular Ecology" veröffentlicht. 

Publikation

Kimmig SE, Beninde J, Brandt M, Schleimer A, Kramer-Schadt S, Hofer H, Börner K, Schulze C, Wittstatt U, Heddergott M, Halczok T, Staubach C, Frantz AC (2019): Beyond the landscape: resistance modelling infers physical and behavioural gene flow barriers to a mobile carnivore across a metropolitan area. Molecular Ecology.

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/epdf/10.1111/mec.15345

Pressemitteilung des Leibniz-IZW

© Judith Niggli / wildenachbarn.ch
21.02.2020

Die Luzerner Biber erhalten eine Biberrampe. Diese Holzrampe soll den wandernden Bibern helfen das Hinternis beim Kleinwasserkraftwerk am Mühlenplatz zu überqueren, ohne dabei die Strasse überqueren zu müssen. Am 2. März starten die Arbeiten für die Biberrampe, die circa 3 Tage dauern sollten. Das Projekt wurde von Pro Natura Luzern und der Dienststelle Landwirtschaft und Wald gestartet und der Bau der Biberrampe wird vom ewl-Ökofonds finanziert. Die Anzahl der Biber im Kanton Luzern wird aktuell auf 75 Tiere geschätzt. Die Biberrampe wird die Ausbreitung dieser Biber stromaufwärts in der Reuss erleichtern. 

21.02.2020

Wir suchen: eine Praktikantin / ein Praktikant 80 bis 100% ab Mai 2020, mit einem Schwerpunkt bei Schmetterlingen und Wildbienen, in Zürich und im Unterengadin, sowie in Luzern, St.Gallen und Zug, im Rahmen der Meldeplattformen stadtwildtiere.ch und wildenachbarn.ch.

Ihre Aufgaben

  • ​​​​Mitarbeit in Citizen Science-Projekten, mit einem Schwerpunkt bei Schmetterlingen und Wildbienen, in Zürich und im Unterengadin, sowie in Luzern, St.Gallen und Zug, im Rahmen der Meldeplattformen stadtwildtiere.ch und wildenachbarn.ch

  • Zusammenarbeit mit Freiwilligen, Schulklassen und Lehrpersonen
  • Mithilfe bei verschiedenen Projekten in den Bereichen Wildtiermanagement, Naturschutz, Stadtökologie und Kommunikation
  • Diverse Feldarbeiten im Siedlungsgebiet sowie in Feld und Wald
  • Unterstützung im Büro, Management, Datenerfassung, Datenaufbereitung

Start: Mai 2020

Bewerbungen bis am 8. März 2020 gemäss Ausschreibung.

Weitere Infos in der Ausschreibung

07.02.2020

Im Basler St. Johann-Quartier wurde ein Waschbär gefunden - allerdings sei das Tier tot und die Ursache unklar, wie Radio SRF 1 in einem Beitrag vom 7. Februar 2020 berichtete. In der Schweiz wurde in den letzten Jahren die Anwesenheit von einigen wenigen Waschbären dokumentiert.

Waschbär vor dem Zürcher Opernhaus

Für die Stadt Zürich wurde im November 2018 auf StadtWildTiere Zürich ein Waschbär gemeldet, der am Abend durch die Menschenmenge beim Opernhaus im Stadtzentrum rannte und dabei von Passanten gefilmt wurde.
Während in Deutschland gebietsweise hohe Populationsdichten von Waschbären vorkommen und er auch in Österreich als weit verbreitet gilt, scheint sich die Art in der Schweiz noch nicht allgemein etabliert zu haben. Gut möglich, dass sich das in den nächsten Jahren ändern wird.

Beitrag von SRF 1 vom 7. Feb. 2020

Hans Althaus © wildenachbarn.ch
30.01.2020

Mitte Dezember 2019 liess eine Meldung aus dem Bünderland viele Menschen in der Schweiz aufhorchen. Nach dem Abschuss eines Hirsches durch die Wildhut in Arosa wurde entdeckt, dass der geschossene Hirsch sechs Kilo Plastikmüll im Magen hatte. Man identifizierte unter anderem Plastikhandschuhe, Schnüre und Vogelfutternetze. Laut dem Kanton Graubünden befanden sich einige der gefundenen Überreste schon jahrelang im Körper des Tieres. Das Tier hielt sich vermehrt in Siedlungen auf, um nach Futter zu suchen. 

Doch nicht nur Plastikmüll, sondern auch Glasscherben, Drähte, Schnüre und Zigarettenstummel können für Wildtiere sehr gefährlich sein. Mehr zum Thema Wildtiere und Abfall finden Sie neu auf unserer Webseite

Dunkle Europäische Biene © SJ Richard /via Wikimedia Commons
30.01.2020

Bienen leiden stark unter der schwindenden Artenvielfalt und der Nutzung von Ackergiften im Europäischen Raum. Dies ist drastisch, denn drei Drittel unserer Nahrung hängt von der Arbeit von Bienen und anderen Blütenbestäubern ab.
Um die Artenvielfalt und somit die Bienen in der EU zu fördern, fordert die Organisation WeMove.Eu die Europäische Kommission auf, den Einsatz synthetischer Pestizide bis 2035 schrittweise zu beenden. Weitere Ziele sind unter Anderem Ökosysteme in der Landwirtschaft wiederherzustellen und nachhaltige Kleinbetriebe zu fördern.

Sie sammeln Unterschriften für die Europäische Bürgerinitiative (EBI), die eine Veränderung Richtung nachhaltige Landwirtschaft in der Europäischen Union verlangt.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zu unterschreiben, finden sie hier:
https://act.wemove.eu/campaigns/rettet-die-bienen/?utm_campaign=slider&utm_medium=website&utm_source=wemove

Mirella, Yuma und Lisa auf Igelsuche, (c) Hanna Taverna / swild.ch
29.01.2020

Am Freitag dem 24.01.2020 an der Lehnstrasse 40 in St.Gallen sollen mit dem Einsatz von Igelsuchhunden Igel gerettet werden. Auf dem Gelände wird ein Einfamilienhaus abgebrochen, welches durch einen grösseren Neubau ersetzt wird. Das Grundstück lag über zwei Jahre verlassen da und wurde von den Wildtieren rege als Rückzugsort genutzt. Damit zum Beispiel Igel, welche sich momentan im Winterschlaf befinden, bei dem Start der Bauarbeiten im Frühling nicht in Gefahr kommen, haben die Nachbarn des Grundstücks, Lisa und Hans Häfliger, die Igelspürhunde Führerin Mirella Manser kontaktiert. Ziel ist es, Igel aufzusuchen, die auf dem Gelände überwintern, und vor den Bauarbeiten umzusiedeln.
Im Raureif der Morgenfrühe bereiten sich Hans und Lisa, Mirella und ihre zwei Labradorhunde Yuma und Keno und ich auf die Igelspürhunde Aktion vor:
Wir zäunen das Grundstück ein, sodass die zwei Labradore eine räumliche Eingrenzung des Gebiets haben. Bevor die Hunde jeweils zu arbeiten beginnen, zieht ihnen Mirella ein Hundegstältli über. So wissen sie wann die Arbeit losgeht.
Mirella, die diesen Einsatz in Absprache vom Igelzentrum Zürich unternimmt, startet mit Yuma eine Grobsuche. Nach etwa 20 Minuten wechseln sich die Hunde ab. Die Suche ist Leistungssport für die Hunde: Nebst der körperlichen Bewegung, atmen die Hunde bis zu 300 mal pro Minute ein und aus, um die Witterung aufnehmen zu können!
Mirella ist es wichtig, dass es den Hunden Freude macht und die Igel Suche ein Spiel bleibt.
Wenn Yuma und Keno einen Igel finden, zeigen sie den Ort an, indem sie zwei, drei Mal zu bellen beginnen und sich möglichst nahe an ihren Fund hinlegen. Ein wacher Igel rollt sich dadurch zusammen. Im Winterschlaf weckt ihn den Lärm jedoch nicht auf.
Die Hunde können nebst dem Igelgeruch andere Gerüche anzeigen. So hat Kuno, der ältere Hund, früher invasive asiatische Laubholzbockkäfer gesucht. Durch Konditionierung lernen die Hunde verschiedene Gerüche anzuzeigen. Grössere Einsätze für Igel hat das Igelspürhunde Team bereits in den Schrebergärten in Albisrieden und Seebach in Zürich durchgeführt. Dort haben sie duzende Gärten durchsucht und mehrere Igel gerettet.
An diesem Freitag haben die beiden Hunde vor einem Asthaufen Igelgeruch angezeigt. Ob sich wirklich ein schlafender Igel darunter befindet oder sich ein Igelgeruch vom Nachbarsgrundstück an der Stelle angesammelt hat, wird an einem späteren Zeitpunkt untersucht, wenn der Asthaufen vorsichtig beseitigt wurde und wenn Wind aus anderer Richtung weht.
Wenn dann tatsächlich ein Igel unter dem Haufen steckt, kann man ihn bergen. Und sollte dort kein Igel versteckt sein, hat man die Bestätigung, dass kein Igel verletzt worden wäre.

Links:
www.spürhunde-team.ch
www.igelzentrum.ch/igelsuchhund 

© Fabio Bontadina / swild.ch
24.01.2020

Der Startschuss zum Crowdfunding für das Projekt «Grosse Abendsegler und ihre Baumhöhlen schützen» ist am Dienstag, 28. Januar um 15 Uhr gefallen.
Das Ziel des Projektes ist es, möglichst viele Baumhöhlenquartiere des Grossen Abendseglers in der Stadt Zürich und den umliegenden Stadtwäldern zu finden. Die gefundenen Quartierbäume werden markiert, um die Abendseglerquartiere vor forstlichen Baumfällungen und somit vor der Zerstörung zu schützen! Mit Telemetrie- und GPS-Datenloggern versuchen wir, den heimlichen Tieren auf die Spur zu kommen.

Jede Unterstützung für das Projekt ist willkommen! Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung.

Weitere Informationen zum Projekt gibt es direkt auf der auf der Crowdfunding-Plattform We Make it oder hier.

17.01.2020

Wolf (@Lisa Wirthner / wildenachbarn.ch)

In Thundorf bei Frauenfeld ist ein grosses Tier, vemutlich ein Wolf, in einen Schafstall eingedrungen und hat zwei Schafe getötet und andere verletzt. Sicherheit, ob es sich tatsächlich um einen Wolft handelt, sollen Speicheproben ergeben, die nun an der Universität Lausanne genetisch untersucht werden. Falls es sich tatsächlich um einen Wolf handeln sollte, wäre es der dritte Wolf seit 2017, der seit der Ausrottung vor 200 Jahren, wieder im Kanton Thurgau auftaucht.