News

┬ę Denis Torche / nosvoisinssauvages.ch
30.12.2019

Die Jahreswende steht bevor und dies soll gefeiert werden. H├Ąufig geschieht dies mit dem Einsatz von Feuerwerk. Was f├╝r uns sch├Ân anzusehen ist, bedeutet f├╝r die Wild- und Haustiere Angst und Schrecken. Der pl├Âtzliche L├Ąrm und das Licht erschrecken die Tiere, die aus Panik fl├╝chten. W├Ąhrend der Flucht k├Ânnen Unf├Ąlle geschehen, die Tiere verbrauchen unn├Âtig Energie und meiden gewisse Gebiete danach teils f├╝r Wochen. Zudem kann der Schrecken bei den Tieren zu Fehlgeburten f├╝hren. Die ├ťberreste der Feuerwerksk├Ârper verbleiben oft in der Natur und geben Stoffe ab, die nicht dort hin geh├Âren.

In der Schweiz tr├Ągt das Feuerwerk zu 2% der gesamten Feinstaubemmision bei, obwohl Feuerwerke vor allem an zwei Tagen abgelassen werden. Dies ist auch f├╝r die Menschen relevant, da sich an diesen Tagen die Feinstaubbelastung erh├Âht.

Aus diesen Gr├╝nden - den Tieren zuliebe - feiern Sie den Jahreswechsel doch ohne Knaller und Raketen.

17.12.2019

Wir suchen: 2 Praktikantinnen / Praktikanten 80 bis 100% ab April 2020 im Raum Luzern, St.Gallen, Zug, Zürich und evtl. im Unterengadin

Ihre Aufgaben

  • Mitarbeit in Citizen Science-Projekten in Luzern, St.Gallen, Zug, Z├╝rich und evtl. im┬áUnterengadin im Rahmen der Meldeplattformen stadtwildtiere.ch und wildenachbarn.ch
  • Organisation und Koordination der Zusammenarbeit mit Freiwilligen, Schulklassen und┬áLehrpersonen
  • Mithilfe bei verschiedenen Projekten in den Bereichen Wildtiermanagement, Naturschutz,┬áStadt├Âkologie und Kommunikation
  • Diverse Feldarbeiten im Siedlungsgebiet sowie in Feld und Wald
  • Unterst├╝tzung im B├╝ro, Datenerfassung, Datenaufbereitung, Berichte

Start: April 2020

Bewerbungen bis am 17. Januar 2020 gem├Ąss Ausschreibung.

Weitere Infos in der Ausschreibung

┬ę stadtwildtiere.ch
05.12.2019

In der Schweiz leistete im Jahr 2016 laut dem┬áBundesamt f├╝r Statistik┬áfast 43% der Bev├Âlkerung Freiwilligenarbeit und generierten zusammen mit Haus- und Familienarbeit einen gesch├Ątzten Geldwert von 408 Milliarden Franken.

Auch bei den Projekten StadtWildTiere und Wilde Nachbarn sind die motivierten freiwilligen Helfer und Helferinnen eine grosse St├╝tze. Sie tragen dazu dabei, Beobachtungen von Wildtieren zu sammeln und erm├Âglichen die Durchf├╝hrung von gr├Âsseren Projekten.

Anl├Ąsslich des Tages der Freiwilligen m├Âchten wir uns ganz herzlich bei allen denen bedanken, die sich in ihrer Freizeit f├╝r StadtWildTiere und Wilde Nachbarn engagieren!

 

09.11.2019

Ausgehend von der R├╝ckkehr der W├Âlfe in die Schweiz geht der Dokumentarfilm auf Spurensuche, um dieses missverstandene, intelligente und soziale Raubtier n├Ąher kennen zu lernen. Er geht den zentralen Fragen nach: Wer ist der Wolf, wie und wo lebt er? Welche Aufgabe hat er in unserem ├ľkosystem? K├Ânnen wir mit ihm zusammen leben? Woher stammt die Angst vor dem Wolf?
Die filmische Reise f├╝hrt von der Schweiz via Deutschland, ├ľsterreich nach Osteuropa und Nordamerika, wo frei lebende Wolfsrudel seit jeher existieren. Die dortigen Experten verfu╠łgen u╠łber Wissen und Erfahrungen, von denen die Schweiz profitieren kann. Betroffene Schafshirten bringen ihre Sichtweise ein.
 
Idee // Buch // Regie : Thomas Horat
Kamera : Luzius Wespe
Ton : Thomas Horat
Schnitt : Guido Henseler
Musik : Artra Trio, Musik im Abspann: C. Gibbs
Tonschnitt // Mischung // Sounddesign : Oswald Schwander
Rerecording Mixer : J├Ârg H├Âhne +++ Oswald Schwander
Produktion : Settebello Film GmbH +++ Verleih : mythenfilm
 

Webseite zum Film

Trailer zum Film

31.10.2019

Erdhummel (┬ę Cornelia H├╝rzeler / stadtwildtiere.ch)

In einer neuen Studie, publiziert am 31. Oktober 2019 im renommierten Wissenschaftsjournal Nature, wird für den Zeitraum von 2008 bis 2017 ein erschreckender Rückgang der Insekten nachgewiesen. Besonders stark ist der Rückgang in landwirtschaftlich genutzten Gebieten, wo zwischen 2008 und 2017 die Biomasse der Insekten um 67%, die Anzahl Individuen pro Art um durchschnittlich 78% und die Anzahl der Arten um 34% abnahm. Ein drastischer Rückgang sowohl der Biomasse (41%) als auch bei der Anzahl Arten (36%), nicht aber in der Individuenzahl pro Art, war auch in Waldgebieten zu verzeichnen. 

Die Daten wurden in drei Regionen Deutschlands erhoben und von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener deutscher┬áund schweizer Forschungseinrichtungen ausgewertet und diskutiert. Die deutlichen Resultate d├╝rften auch auf die Verh├Ąltnisse in anderen mitteleurop├Ąischen Gebieten ├╝bertragbar sein.

Der R├╝ckgang der Insekten ist nicht nur f├╝r diese selber gravierend, Insekten bilden auch die Nahrungsgrundlage f├╝r viele andere Tiere und spielen eine wichtige Rolle bei der Best├Ąubung von Kulturpflanzen.┬á

Link zum Abstract der Publikation

20.10.2019


Admiral (┬ę┬áElisabeth Michel / stadtwildtiere.ch)

Ein mit einer illegalen Substanz verunreinigtes Spritzmittel aus der Landi mit Namen Pirimicarb hat Hunderttausende Bienen in der Schweiz get├Âtet. Ein Aargauer Imker hatte k├╝rzlich der Polizei gemeldet, dass seine 24 Bienenv├Âlker, rund 600'000 Bienen, auf mysteri├Âse Weise innert Tagen gestorben seien, berichtet die ┬źSonntagsZeitung┬╗. Dem - wie in der Sonntagszeitung geschrieben steht - "harmlosen" Insektizid gegen Blattl├Ąuse war ein illegaler Stoff beigemischt.

Was in den Zeitungsartikeln nicht erw├Ąhnt wird: das Gift hat sicher nicht nur Honigbienen get├Âtet, sondern auch viele andere Insekten.┬á

Artikel in der Sonntagszeitung vom 20. Oktober 2019

10.10.2019


Jungw├Âfe am Piz Beverin ( ┬ę Pius Furger)

Am 4. Oktober 2019 verf├╝gte der Kanton ├╝ber die Regulierung des Wolfsrudels rund um den Beverin. Am Wochenende vom 6./7. hat die Wildhut zwei Jungw├Âlfe erlegt, wie das┬áAmt f├╝r Jagd und Fischerei, Kanton Graub├╝nden am 10.10.2019 in einer┬áMedienmitteilung bekanntgab.

Die Tiere werden nun im Tierspital der Universit├Ąt Bern untersucht und an der Universit├Ąt Lausanne genetisch identifiziert. Solange der Vollzug der Bestandesregulation andauert, werden keine weiteren Details zu Ort und Zeit der Aktionen bekannt gegeben. Das Amt f├╝r Jagd und Fischerei (AJF) wird periodisch ├╝ber das Fortschreiten der Umsetzung informieren.

Das AJF wurde beauftragt, insgesamt vier Jungw├Âlfe im Streifgebiet des Beverinrudels zu entnehmen. Dieses Streifgebiet wird begrenzt durch Hinterrhein, Vorderrhein, Glenner, Valserrhein und die Linie Vals ÔÇô B├Ąrenhorn ÔÇô Nufenen. Im Rudel waren 2019 7 Jungw├Âlfe beobachtet worden.┬á

Im Fr├╝hsommer 2019 gelang Pius Furger in der Region Heinzenberg-Safiental-Piz Beverin spektakul├Ąre┬áAufnahmen der spielenden Jungw├Âlfe (aus geb├╝hrender Distanz mit einem Teleobjektiv). Im Verlauf des Sommers zog das Rudel um, wie dies bei Wolfsrudeln einige Wochen nach der Geburt der Jungw├Âlfe┬á├╝blich ist.

Filmaufnahmen von Pius Furger, online in einem Artikel der Zeitung Südostschweiz 

08.10.2019

Die Reform des Jagdgesetzes, welche das Parlament in der Herbstsession 2019 gutgeheissen hat, wird voraussichtlich 2020 an die Urne kommen. Das neue Gesetz will den Schutz wildlebender Tiere┬áin der Schweiz lockern. So soll der Bundesrat k├╝nftig bisher gesch├╝tzte Arten wie Biber, Luchs, Wolf, Fischotter, Graureiher, G├Ąnses├Ąger, Steinadler & Co. als regulierbar einstufen k├Ânnen. Anstatt Schutzmassnahmen zu ergreifen, sollen ┬źproblematische┬╗ Wildtiere pr├Ąventiv dezimiert werden d├╝rfen,┬áum allf├Ąllige Sch├Ąden zu verhindern.

Kanton k├Ânnen neu ├╝ber die Dezimierung entscheiden

Von den Natur- und Tierschutzorganisationen als┬ábesonders problematisch beurteilt, sollen k├╝nftig┬ádie Kantone in Eigenregie ├╝ber das Dezimieren von sogenannten "Problemtieren" oder "Problempopulation" entscheiden d├╝rfen, trotz deren Schutzstatus. Die Gegner des neuen Jagdgesetzes weisen darauf hin, dass bereits heute der Bund die Dezimierung von Problembest├Ąnden erlauben kann, wie aktuell der Abschuss von 4 Jungw├Âlfen im Kanton Graub├╝nden zeigt. In diesem Punkt das Gesetz zu lockern, ist deshalb nicht notwendig.

Referendum: bis am 16. Januar 2020 50'000 Unterschriften

Natur- und Tierschutzorganisationen haben deshalb das Referendum gegen das neue Gesetz ergriffen und müssen nun bis am 16. Januar 2020 50'000 Unterschriften sammeln. 

Unterst├╝tzt werden sie dabei von folgenden Organisationen und Institutionen: Pro Natura, Birdlife Schweiz, WWF Schweiz, Gruppe Wolf Schweiz, Mountain Wilderness, Schweizer Tierschutz STS, Stiftung Tier im Recht TIR, NetAP Network for Animal Protection, Tierpartei Schweiz, Verein CHWolf, Fondation Franz Weber, Helvetia Nostra und Z├╝rcher Tierschutz (Stand September 2019). Auch Die SP und die Gr├╝nen unterst├╝tzen das Referendum. Gesammelt wird auch in Zoos und Tierparks, etwa im Zoo Z├╝rich und Tierpark Goldau.

02.10.2019

Im Jahr 2018 wurde in Z├╝rich das Citizen Science Projekt ÔÇťWo Samen fallenÔÇŁ von der ETH Z├╝rich und dem Plant Science Center in Zusammenarbeit mit dem Verein StadtNatur durchgef├╝hrt. Freiwilligen aus der ganzen Stadt wurden Saatgut-Pflanzkisten zur Verf├╝gung gestellt, welche im Garten oder auf dem Balkon aufgestellt wurden. Gef├╝llt wurden die Kisten mit neuer Blumenerde und danach hiess es abwarten und schauen welche Samen ankommen und wachsen.

Nicht alle Kisten wurden von Pflanzen kolonisiert. Insgesamt konnten jedoch 37 Arten von 15 Familien identifiziert werden. In G├Ąrten wurden durchschnittlich mehr verschiedene Arten in den Pflanzkisten nachgewiesen als in Kisten, welche auf Balkonen platziert wurden. Mehr als 90% der entdeckten Arten breiten ihre Samen entweder durch den Wind oder durch eigene Kraft (z.B. Aufspringen von Samenh├╝lsen) aus.

Im Jahr 2019 wurde das Projekt in der Stadt Aarau durchgef├╝hrt.

20.09.2019

Foto: Nicolas Armer, Keystone

Neue Studien weisen nach, dass die weltweit h├Ąufig eingesetzten Insektizide der Gruppe der Neonicotinoide mit verantwortlich sind am dramatischen R├╝ckgang der Vogelpopulationen in Landwirtschaftsgebieten.

Der TagesAnzeiger gibt einen ├ťberblick ├╝ber die k├╝rzlich publizierten wissenschaftliche Arbeiten, eine davon ├╝ber Untersuchungen an Sperlingen der Universit├Ąt Neuch├ótel.

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