Berlin: Bäume können Fledermäuse vor Lichtverschmutzung schützen

Fledermäuse zeigen unterschiedliche Reaktionen auf nächtliches Kunstlicht. Einige Arten meiden die Lichtquellen, besonders UV Lichtquellen, während andere Arten von den durch die Lichtquellen angezogenen Insektenschwärmen profitieren.
Ein Forscherteam des Leibniz Instituts für Zoo- und Wildtierforschung aus Berlin untersuchte in der Stadt Berlin den Einfluss von Bäumen auf die negative oder positive Wirkung von nächtlicher Lichtverschmutzung auf verschiedene Fledermausarten.

© Stephie Burkart / stadtwildtiere.ch

Fledermäuse zeigen unterschiedliche Reaktionen auf nächtliches Kunstlicht. Einige Arten meiden die Lichtquellen, besonders UV Lichtquellen, während andere Arten von den durch die Lichtquellen angezogenen Insektenschwärmen profitieren.

Ein Forscherteam des Leibniz Instituts für Zoo- und Wildtierforschung aus Berlin untersuchte in der Stadt Berlin den Einfluss von Bäumen auf die negative oder positive Wirkung von nächtlicher Lichtverschmutzung auf verschiedene Fledermausarten. Bäume können einen Teil des Kunstlichts von der Umgebung abhalten und somit die Umgebung für lichtscheue Arten aufwerten.

Das Forscherteam fand artspezifische Reaktionen der Fledermäuse auf Straßenlaternen mit und ohne UV-Licht. Eine dichte Baumbedeckung reduzierte die negative Wirkung von Straßenlaternen auf Fledermausarten, welche im offenen Raum nach Beute suchen. Gleichzeitig verstärkte die Baumbedeckung die positive Wirkung von Straßenlaternen auf Zwergfledermäuse, welche an Straßenlaternen jagen, und die negative Wirkung auf Myotis Arten, welche entlang von Strukturen nach Insekten jagen und besonders lichtscheu sind.

Das Autorenteam empfiehlt baumreiche Gebiete sparsam zu beleuchten und in starkbeleuchteten Gebieten mehr Bäume zu pflanzen.

 

Die wissenschaftliche Publikation ist online verfügbar.